Wacken Open Air 01.08.-03.08 in Wacken


Bericht von Memi:

Unsere Anreise erfolgte am Freitag. Aufgefordert wurde man zum Parken in Itzehoe, weitergehen sollte es mit dem Shuttle-Service, was jedoch niemand wirklich beachtete. Vielleicht sollte nächstes Mal die Anreise per Fahrrad sein, um diverse Parkplatzprobleme und zu hohe Kosten den Fans zu ersparen! :-)
Im strömenden Regen angereist, ohne Probleme und langes Warten die Presse-Ausweise abgeholt (ein kleines Lob an dieser Stelle!), schnell das Zelt aufgebaut und ab ging's Richtung Gelände! Die Sonne zeigte sich mittlerweile von ihrer besten Seite.

Der Tag begann für mich mit den brasilanischen Hardrockern von ANGRA.
Andre Matos wurde erfolgreich ersetzt durch Eduardo Faluchi. Ohne größere Probleme des Wechsels, wurde eine sehr gute Live-Performance hingelegt. Hauptsächlich bestehend aus "Rebirth"-Songs!

DYING FETUS überraschten mich mal wieder zum Positiven. Für mich eine sehr gute Live-Band, die es immer wieder schafft, ihre Fans zum Kochen zum bringen.

Und nun zu der Band, weswegen ich überhaupt zum Wacken wollte. :-)
Das schwedisch-norwegische Black Metal Gespann BORKNAGAR, welches live leider viel zu selten zu erleben ist. Für mich war es das erste Mal, die Band in dieser Konstellation zu sehen – mit musikalische Allround-Talent Vintersorg als Frontman BORKNAGAR`s! Zwar mit anfänglichen Soundproblemen, was die Fans jedoch eher weniger interessierte, war es ein überraschend guter Auftritt.Was wäre Borknagar ohne Vintersorg? Fast wie ein Vokuhila ohne Oliba!

Spät abends brachten die Finnen CHILDREN OF BODOM die Menge zum Toben. Songs wie "Deadnight Warrior " heizten voll ein. Ein Auftritt, den man sich nicht entgehen lassen sollte!

Ganz nebenbei gelangten WARLORD Töne an mein Ohr. Was sich in meinen Augen aber nicht wirklich lohnte, auch nicht für umsonst. Viel los war nicht,
vielleicht 100-120 Menschen standen sich vor der Bühne die Beine in den Bauch. Vielleicht lag es auch an dem angeblichen Vorabend - Gig in Itzehoe.

Als allerletztes in deser Nacht erlebte ich die Doom/Dark Metaller MY DYING BRIDE. Ein Auftritt, der einem Schauer über den Rücken laufen ließ, es war ein Wahnsinn aus Traurigkeit und Freude zugleich. Ein sehr beeindruckendes Spektakel, das ich noch lange in Erinnerung behalten werde.


SAMSTAG
AMON AMARTH hatten das große Vergnügen in der prallen Mittagssonne ihr Können unter Beweis zu stellen. Musikalisch grandios mit einem klaren Sound - und selbst der neu vorgestellt Song "I‘m on fire",begeisterte die Fans. Einige sollten wohl zu späterer Zeit an Nackenstarre leiden.J

Schwere Begeisterung der Fans war beim IMMORTAL Auftritt sichtbar. Gehuldigt als Urväter des Black Metals, für andere jedoch nur bemalte Witzfiguren.
Für mich das erste mal, dass die Band auf ein Intro verzichtete. Wie immer gespickt und bemalt, versuchten sie, ihr Bestes zu geben, was ihnen zu meiner Überraschung (und vieler anderer auch) bestens gelang. Diesmal auch ohne ihre kleinen Freunde, "die Teddys!"

HYPOCRISY zeigten sich von ihrer besten Seite. Ein wie immer sehenswerter, guter Auftritt. Man könnte schon fast sagen: "wie immer"!


Fazit
Leider war es uns aufgrund des hohen Band Angebotes und diverser Spaßfaktoren unsererseits nicht möglich, über jede Band ein Statement abzugeben. Schnell wurde man genötigt, die ersten Gerstensäfte zu verköstigen! Aber das gehört ja bekanntlich dazu.....da kann es schon mal passieren das man vergisst zu welchem Musikmagazin eigentlich gehört.......
Über diverse Makel und Rechtfertigungen des diesjährigen Wacken Open Airs lässt sich wohl streiten!
Auch wenn es dieses Mal definitiv zu groß war, immerhin war es das erste Mal ausverkauft, und sich die Auftritte der Bands des öfteren überschnitten, hat der Veranstalter trotz allem jeden Musikgeschmack getroffen. Ein großes Lob an dieser Stelle!!!
Bis zum nächsten Mal!
Bang on...................