LA MAMOYNIA "Mono Ego" (Elektro Dark Wave)
(die Kraft durch die Form)

Seit 1999 existiert diese Italienische Band, welche wohl in den frühen 80ern eher etwas weiter nordwestlich eingeordnet worden wäre. Tiefdüstere elektronische Finessen treffen auf prägnanten Gesang, dazu kommt eine unterirdische Kühle, die an die ersten Werke von Sigglo XX erinnern. Der druckvolle Opener hat gar etwas vom Beginn der EBM und erinnert durch Gesang und Rhythmik ein wenig an DAF. Ansonsten dürften all diejenigen, welche vor 25 Jahren in der französischen Dark Musik gebadet haben, ihre helle Freude an dem Werk finden. "Kenurghia Avghi" besitzt eine verwegene Melodielinie, die mit leicht leidender Stimme in einen suizidalen Abgrund führt. Die Percussions in "Ipocrisia" erinnern auf dem ersten Ohr an Klinik, besonders wenn sie in dezente Dark Industrial Passagen gleiten, ansonsten scheinen auch die Neubauten nicht weit und der Gesang wildert ein wenig im Post Punk. Mit "Links" wird ein alter Song (1980) von "Mecano" gecovert.
Insgesamt ein interessantes Werk, welches mit dem Banner "so wie es früher war" oder "für Nostalgiker" perfekt ausstaffiert wäre. Das würde natürlich das kühl-schwarze, geniale Digi-Pack Artwork zerstören. Info: www.lamamoynia.com (andreas)


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