IN EXTREMO + THE BLACK SHEEP :: Zu hause im Wohnzimmer
Rothaus Arena in Freiburg am 12.12.2008
(Fotos by Wüstie www.wuestie.de.vu)

Das neue Album "Sängerkrieg" im Wanderrucksack kehrten die Jungs in Freiburg ein. Ort und Zeitpunkt waren natürlich genial gelegt. Was kann man sich besseres vorstellen, als das Wochenende mit ordentlicher Musik und einer genialen Show zu starten.




Die Vorband - THE BLACK SHEEP - brachten uns ganz schön zum schwitzen, nicht nur wegen der genialen Riffs, sondern auch wegen der netten Bandmitgliederinnen. Vier hübsche Mädels im zarten Alter von 18, die aber hier Handwerk gut verstanden und eingägige Rhythmen und zarte Melodien nur so sprudeln ließen. Ich sag nur - barely legal. Und schlagfertig sind sie auch noch dazu, denn bei dem knappen Bühnenoutfit kam der eine oder andere "Ausziehen"-Ruf. Die Sängerin entgegnete dann nur knapp - "Später vielleicht". Tja wir haben uns dann backstage auch noch mal getroffen - Darüber hüllt sich jedoch der Mantel der fotografischen Schweigepflicht.

Insgesamt erinnerte die Band an eine Mischung aus GIRSCHOOL und STURM UND DRANG. Ich hatte irgendwie ein komisches Gefühl im Bauch, dass so junge Mädels schon so fett rocken.




Nach dieser durchaus ordentlichen Vorband, die bereits dem Publikum ordentlich einheizte, kamen die Jungs von In Ex auf die Bühne. Alleine der Bandname verheißt, dass uns keine halben Sachen zu erwarten hatten. So war es dann auch, eine geniale zweistündige Show folgte. Es kamen neue Titel des aktuellen Albums, die zum Teil bereits schon im Sommer auf Open Airs zu hören waren, und natürlich Kracher, wie "Liam" (einer meiner persönlichen Favoriten), die auf keinem In Ex Konzert fehlen dürfen. Die Stimmung war genial. Es gab gemütliche Momente, die zur Weihnachtszeit und dem kleineren Setting passten, aber eben auch Lieder, bei denen der kleine Kessel zu brodeln schien, nicht nur wegen der Flammenwerfer, die mir knapp über die Kamera pusteten.

An dieser Stelle nochmals Danke an Micha (für die Fotogenehmigung übers ganze Konzert) und Pyro, der mir ein paar den Arsch vor den Flammenwerfern gerettet hat. Denn In Ex haben bewiesen, dass man nicht nur wie KISS Raketen in einer Halle zünden kann, sondern auch Flammenwerfer brutzeln lassen darf!

In Ex haben an diesem Abend in der Halle gezeigt, dass sie einfach eine volksnahe Band sind, die sich nicht einfach hinter Securities und Privatjets verstecken, sondern eine Band sind, die auch mal spontan Interviews bei Mama im Wohnzimmer führen oder auch 'nen Schwatz mit Fotografen machen, wenn man sich zufällig trifft. Am Freitag schien es einfach so zu sein, als ob, die Jungs bei sich zu Hause im Wohnzimmer spielen und noch ein paar Freunde (uns) dazu eingeladen haben. Genau das macht den Reiz der Band aus, nicht größenwahnsinnig zu werden, nur weil sie mittlerweile Stadien füllen und nicht auf kleinen Märkten spielen.

Aber macht euch am besten selbst ein Bild vom Konzert, legt eure In Ex Scheiben ein und genießt die Fotos. Wem das nicht reicht, der hat noch die Möglichkeit eines der Hallenkonzerte mitzunehmen. Wer keine Zeit hat, dem bleibt nur ein paar CDs unter den Weihnachtsbaum zu legen (bzw. Einkaufs- gutscheine dafür einzulösen) und sich auf den kommenden Sommer zu freuen. Denn In Ex spielen unter anderem auf dem 20. Wacken Open Air!



Frohe Weihnachten für alle Metaller !
An dieser Stelle vielen Dank an Alex D., Micha und Eller, für die tolle Orga meiner Arbeit - Ich schulde euch was, denn das Konzert war Weihnachten, Ostern und Geburtstag in einem für mich.
Der Wüstie (Stephan Wüstenhagen) - www.wuestie.de.vu



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