SUBWAY TO SALLY :: Ein empfehlenswertes Erlebnis
Bochum, Ruhrcongress, 16.12.2007
(Fotos by Ludger - www.schmoelenjochen.de/sub9.htm)

Hinsichtlich der "Bastard-Tour" von SUBWAY TO SALLY konnte ich bereits in einigen Magazinen Meinungen lesen, die durchaus zwiegespalten waren. Mal wurde das Spielen aus dem Bastard-Album als Ganzes kritisiert, mal die CD "NordNordOst" verpönt, mal hieß es, die Band stagniere seit 2005 und habe ihr Pulver verschossen.




Was liegt also auf der Hand: Hingehen, selber gucken. Gesagt, getan. So besuchte ich am 16.12. erstmalig den Bochumer Ruhrcongress. Der Sicherheitsdienst war, wie bei bisher allen meinen SUBWAY TO SALLY-Besuchen, mal wieder überfordert und der Zugang mehr als schleppend. Die Halle hätte dann auch gut und gerne noch einige Besucher gefasst, denn die ca. 2.000 Anwesenden nahmen längst nicht den vorhandenen Platz ein.

Musikalisch aber, und nicht nur dort, sondern auch pyrotechnisch, brannten die Musiker ein ungeheures Feuerwerk ab, welches für mich mal wieder ein absolutes Erlebnis war. Diese künstlich erzeugten Funken sprangen von Anfang an auf das Publikum über. Dieses wiederum dankte es das ganze Konzert hindurch mit teilweise frenetischem "Schrei". Eröffnet wurde mit Stücken aus eben dem "Bastard", welcher auch nahezu komplett gespielt wurde. Unterstützt von Zündungen, Flammen, Feuerspuckerei und Funkensprühen zeigte sich eine Bühnenshow, die schon recht ansehnlich war.



Sänger Eric Fish, der stimmlich unheimlich wandelbar ist, wenn einerseits enorm ruhig, liebevoll und beinahe zärtlich die "Wehe Stunde" eingeläutet wird oder auch "Eisblumen" besungen werden, also die eher ruhigeren Stücke, andererseits brachial bei "Die Trommel", "Sag dem Teufel" oder "Auf Kiel", zog alle Register. Über den Rest der Bande muss man keine großartigen Worte verlieren. Ingo Hampf, Frau Schmitt, Simon, Sugar Ray, Bodenski und Simon Michael sind absolute Profis an ihren Instrumenten, die gemeinsam eine Symbiose bilden, die schlichtweg stimmig und perfekt ist. Höhepunkte der Show waren natürlich, wie meistens, die alten Stücke, angeführt von "Julia und die Räuber" oder auch "Kleid aus Rosen" oder "Veitstanz".

Die Stimmung in der Halle war bis zum Ende ausgelassen und hervorragend. Ein Konzert dieser Band, die gerne unter den Mantel der mittelalterlichen Musik gesteckt werden, dort aber nach eigenem Dafürhalten nicht hingehört, ist ein empfehlenswertes Erlebnis. Gespannt kann man auch auf das Abschneiden beim bei Stefan Raabs Bundesvision Song Contest 2008 sein, wo die Band im Februar mit "Auf Kiel" das Bundesland Brandenburg vertreten wird.


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