Winternoise Festival - Osnabrück, Eventcenter B 51 (ex Dütehalle) am 28.01.
mit Dissection, Rotten Sound, The Duskfall, Totenmond, The Vision Bleak, Sayyadina,
My Darkest Hate, Sacrificum

Nach einem erbitternden Kampf zwischen Gummi, Strasse und Eis kamen wir endlich, wieder mal viel zu spät, in der ehemaligen Dütehalle in Georgsmarienhütte an. Dem Wetter nach hätten an diesem Abend eher Eisregen spielen müssen, denn der Mond, wenn man ihn mal am Himmel sah, sah eigentlich noch recht lebendig aus.

Da TOTENMOND noch nie mein Fall waren, hat es mich auch nicht weiter gestört, dass ich die Band verpasst habe. Dass aber aus welchen Gründen auch immer THE VISION BLEAK schon auf der Bühne standen, war alles andere als geil. Als großer Empyrium Fan, die erste Band der Mitstreiter von The Vision Bleak, stand ich dem Auftritt eher skeptisch gegenüber. Vom Keyboartlastigen atmosphärischen Rollenspiel Black Metal über mittelalterlichem Dark/Gothic Metal zum vermeidlichem Horror Metal ist natürlich eine große Veränderung, mit der sicher nicht jeder Empyrium Fan zurechtgekommen ist. Sicher hat man kein Bock, Jahre lang die gleiche Mucke zu machen, aber bei dieser Band kann man sehr schlecht abstecken, wo die grenzen zwischen Toleranz und Kommerz sind. Das Schicksal hat entschieden, dass ich die Band an diesem Abend nicht gesehen habe, vielleicht ist mir eine Endtäuschung erspart geblieben, obwohl ich vielfach Begeisterung zu Ohren bekam, von Leuten, die aber Empyrium nicht kannten. Nun denn.

Auch das ganze Knüppelzeugs lief an diesem Abend eher mäßig an mir vorbei. THE DUSKFALL droschen ihr Set runter, als ob die Halle bis unters Dach gefüllt wäre, dabei haben irgendwie alle nur auf Dissection gewartet. ROTTEN SOUND, die auf ihrer Clubtour wohl in Georgsmarienhütte das meiste Publikum hatten, gaben ihr bestes. Auch wenn das für viele nicht genug war, knüppelten sie ihren Set runter in Death/Grind Manier.



Dann war endlicht der Anfang vom Ende der Widergeburt von DISSECTION, die übrigens ziemlich lange auf sich haben warten lassen. "Frozen" war der erste Track und ich zitiere: Nice to be back here in Germany, the rebirth is over, this is the last gig based of the old songs. I hope you enjoy it, the next Song's called: "Retribution - Storm of the lights BANE". Weitere Stücke waren "Unhallowed", "Nightsblood", "Cold winds blow from nowhere", "Sun of the mourning" aus dem Jahre 1989, welcher auf der Rebirthtour nicht gespielt wurde (Bericht lesen) und auch die Tormentor Coversion von "Elisabeth Bathory" fehlte an diesem Abend nicht. Dann waren da noch "Black Horizon", "Where dead angels lie", "The Somberlain", "Soulreaper", aber der absolute Höhepunkt des Abends war, womit ich überhaupt nicht gerechnet hatte, der Titeltrack des "The Black" Albums: "The priest of satan". Mit "The Black" hatte Jon Nödtveidt mit zwei anderen Musikern 1993 die "Black Blood Promo" und 1994 das "The priest of satan" Album aufgenommen im Old School Black Metal Stil. Es folgte "Throns of crimson death" und zu guter letzt gab es dann noch einen neuen Song mit "Starless aeon". Ich denke, die neue CD wird in den nächsten Woche dann endlich mal veröffentlicht werden, nachdem Dissection sich entschieden haben, ihr eigenes Label zu gründen, und die Sache selber in die Hand zu nehmen. Eine gute Entscheidung. Alles in allem haben Dissection, als einer der besten Black / Death Metal Livebands wieder einmal alle Erwartungen erfüllt, und ich glaube, nach der Veröffentlichung des Albums gehen sie wieder auf Tour, also nicht verpassen. Hail to the majestic metal of death! (holger)
www.winternoise.de - www.dissection.nu - www.burningstage.net